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Du bekommst, was Du bezahlst

Bei vielen von uns macht sich die Einsicht breit, dass man sich bei relevanten Services nicht auf solche verlassen sollte, die kostenlos und ohne erkennbares Geschäftsmodell daher kommen. Posterous hat das viele von uns auf die harte Tour gelehrt, Twitter lehrt uns dies auf andere Weise. Ein kostenloser Service, der kein Income hat, hat eigentlich nur drei Möglichkeiten: Sich Hände ringend ein Geschäftsmodell zu suchen, so wie Twitter das im Moment offenbar tut, sich aufkaufen zu lassen und einem Eigner mit mit finanzieller Power die Probleme zu überlassen, oder schlicht an den Kosten und der Konkurrenz zu sterben wie z.B. picplz.

Dies beschreibt Dalton Caldwell, Gründer von picplz, in einem interessantem Artikel. Sein Fazit aus dem "Gelernten" ist nun, einen Service aufzuziehen, der von Anfang an ein klares Geschäftsmodell hat und nicht werbefinanziert ist: app.net. Aus eigener Erfahrung kann ich dem Artikel in vielen Punkten zustimmen. Auch ich würde nicht mehr "relevante Daten" einem Service anvertrauen, von dem ich nicht weiß, wie lange er überleben wird, und auch mir wäre das durchaus Geld wert, das sicher zu stellen.

Allerdings macht Dalton in meinen Augen da ein paar Fehler:

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Twitter kauft Posterous

Aha.. Das war also das Geschäftsmodell von Posterous. Ich war schon länger am überlegen, was es wohl sein würde. Mich verwundert nur, dass Twitter nicht Tumblr aufgekauft hat, das wäre vermutlich logischer gewesen, denn Tumblr ist in der Funktionalität eigentlich viel näher an Twitter dran, vor allem was Community Funktionen angeht, die Posterous ja recht mühsam (und nicht sehr gut) erst später nachgerüstet hatte.

Denkt man an TweetDeck, um die es nach dem Aufkauf von Twitter verdammt ruhig geworden ist, oder an den Backtweets Service, der nach dem Aufkauf einfach komplett verschwand, kann man Befürchtungen bekommen, was wohl aus Posterous wird. Erst recht, wenn sie in dem Artikel zur Übernahme (und ihrer FAQ) ankündigen, dass sie in Kürze beschreiben werden, wie man seine Daten aus dem Service heraus retten kann..

Interessant ist auch, was Mr. Tumblr dazu vermutet:

Developer Marco Arment, who built Tumblr before leaving to work on Instapaper, suggested Posterous will shut down within six months.

Nun ja.. Posterous hat mich schon länger gelangweilt.

Spätestens, nachdem ich mir die Funktionen, die mich an Posterous interessierten, nach Serenditpity geholt hatte.

(inspired by:)

P.S.: Golem berichtet inzwischen auch darüber.

Das Informationsdevice: Überblick statt Informationsflut

In einem Projekt auf GitHub wird gerade gefragt, wie man es denn einrichten kann, dass man bei jeder Änderung in dem Projekt eine EMail bekommt. Was ich mich dabei sofort frage ist: Will man das?

Genauso wie bei GitHub gibt es auch bei anderen Projekten inzwischen oft die Möglichkeit, sich per EMail über Änderungen zu informieren. Jeder Änderungshinweis produziert dann eine einzelne EMail, mit etwas Glück hat man noch die Chance, diese Notifications in einer Tagesemail zusammen zu fassen.

Ich organisiere mir das so, dass jedes Projekt einen eigenen Mailfolder hat, in den diese Notification Mails verschoben werden, um wenigstens einen Überblick auf Themen Zusammengehörigkeit zu erzielen. Aber eigentlich will ich etwas anderes. Diese Folder wirken sehr schnell wie SPAM Folder: Wenn man die Notication bekommt, hat man meist keine Zeit auf diese zu reagieren. Wenn man dann Zeit hat, sich Änderungen anzusehen, muss man einen unhandlichen EMail Ordner nach Änderungen durchsuchen, Links abklappern usw.

Schöner ist es doch, wenn man Änderungen für das Projekt sinnvoll aufbereitet anschauen und abarbeiten kann, ohne dabei (wie bei EMails mit Links auf Änderungen) ständig den eigentlichen Kontext verlassen zu müssen.

Diese Art, mit Benachrichtigungen umzugehen, benutzt man bei Services wie Google+, Facebook oder Twitter bereits ganz natürlich. Keiner würde auf den Gedanken kommen, sich über Änderungen bei diesen Services über einzelne EMails informieren zu lassen. Man hat dafür geeignete Anwendungen, die im Kontext informieren.

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