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TinyMCE in Serendipity

Nachdem mich HTMLArea langsam anfing zu nerven, habe ich mal das Plugin für den TinyMCE Editor installiert. Das Plugin kümmert sich nicht gleich um die Installation sondern nur um die Integration des dann manuell zu installierenden Editors. Dafür beschreibt es relativ präzise, wie man weiter vorgehen muss. Man muss den TinyMCE Editor herunter laden und entpacken, dann den TinyMCE Compressor herunter laden und die js und php Datei aus dem Archiv in das tinymce Unterverzeichnis jscript/tiny_mce ablegen. Das ganze Verzeichnis tinymce, das durch Entpacken des ursprünglichen Archivs entstanden ist, legt man dann in das Verzeichnis des Plugins (serendipity_event_tinymce) ab. Die Einstellungen des Plugins kann man, wenn man so vorgegangen ist, auf ihren Standard Werten belassen. Damit hat man HTML Area dann durch TinyMCE ausgetauscht.  Wichtig ist nur noch, dass die deutschen Sprachdateien installiert werden müssen, wenn man seinen Blog mit einem deutschen Browser benutzt.

TinyMCE ist an sich ein sehr schöner Editor und umfangreich erweiterbar. Ich habe ihn bereits in einem kommerziellen Projekt eingebunden und der Kunde war so zufrieden mit dem Editor, dass er mich beauftragte, auch die Editoren in anderen Projekten bei ihm durch TinyMCE zu ersetzen. Die ersten Eindrücke in Serendipity sind allerdings recht ernüchternd. Hier funktioniert er nach der ersten Installation eher schlecht:

  1. Er lädt deutlich langsamer als das alte HTML Area. Auch mit dem TinyMCE Compressor, der genau dafür da ist, den Editor schneller zu laden, ist der Performance Unterschied deutlich zu spüren. Auch beim schreiben an sich merkt man das. Ich habe das Gefühl, dass ich minimal schneller schreibe, als der Editor meine Buchstaben dann darstellt, Cursor Bewegungen erscheinen zäh, markieren und Löschen von Textteilen erfolgt sichtbar zeitverzögert. (siehe hierzu allerdings den Nachtrag 2)
  2. Artikeleingaben erscheinen immer zentriert. Was hier dahinter steckt ist mir schleierhaft, denn der Artikel ist erst einmal eigentlich unformatiert und wird dann in Serendipity auch normal (also nicht zentriert) dargestellt. Man kann den Artikel dann per Button wieder linksbündig darstellen, jedoch ist das dann offenbar nur eine temporäre Justierung, denn nach dem Speichern des Artikels wird dieser wieder zentriert dargestellt.
  3. Er ist überladen mit Buttons. Ich würde den wohl erst einmal von Buttons, die ich nicht benötige, befreien müssen. Zusätzlich werden die Buttons für mich ungünstig dargestellt. Ich habe einen Widescreen Monitor, die Buttons werden aber in 3 Reihen untereinander dargestellt, was auf meinem Monitor eine erhebliche Platzverschwendung ist. Problem ist dabei, dass z.B. in den erweiterten Feldern zu einem Artikel (die man über ein separates s9y Plugin bekommen kann), nur die Buttons angezeigt werden. Die eigentliche Texteingabe ist nur noch ein schmaler Schlitz, der nicht mal eine Zeile darstellen kann. Wie ich aus meinen anderen Projekten weiß, kann man dies allerdings nachjustieren, muss dafür aber -ebenso wie die Angabe der verwendeten Buttons- direkt im Quellcode des Editors bzw. in einer Konfigurationsdatei editieren.
  4. Wichtige Feaures von s9y sind nicht eingebunden. So hat man in der Standard Installation keinen Zugriff auf die Mediendatenbank von Serendipity. TinyMCE hat zwar ein eigenes enorm starkes Tool für die Medieneinbindung (iManager), jedoch muss man dieses Tool nachinstallieren und außerdem bezahlen, wenn man alle Funktionen haben will. Da man in Serendipity ja schon eine gut funktionierende Mediendatenbank hat, will man das alles nicht.

Fazit: TinyMCE ist eigentlich eine geniale Software. Aber all die oben beschriebenen Probleme lassen ihn erst einmal als nicht wirklich brauchbar in Serendipity erscheinen. Vor allem das zentrieren der Artikel beim schreiben und der zähe Aufbau nerven mich schon beim ersten Artikel gewaltig. Um ihn einigermaßen vernünftig benutzen zu können, benötigt es noch einiges an Nacharbeiten. Die Buttons müsste ich anpassen, am besten einen eigenen Button für die s9y Bildergalerie bauen (was geht!) usw. Bevor ich diesen Aufwand starte, werde ich wohl erst einmal den FCKEditor testen. Denn zumindest die Trägheit von TinyMCE lässt sich mit keiner Nachbearbeitung entfernen. FCKEditor kenne ich ebenso aus anderen Projekten. Der ist zwar auch ziemlich schick, allerdings ist das genau der Editor, den ein Kunde durch den TinyMCE ausgetauscht haben wollte. Hauptgrund war allerdings offenbar der äußerst komfortable iManager von TinyMCE. Dies wäre erst einmal kein Problem bei der s9y Integration, den iManager will man ja nun gerade nicht einbinden.

Nachtrag 1: Ich habe nun ein wenig am TinyMCE Plugin gearbeitet. Dadurch konne ich einige Probleme beheben.

  1. Die Ladezeit des Editors konnte ich ein wenig beschleunigen. Der TinyMCE Compressor wurde bisher nicht korrekt initialisiert. Außerdem habe ich ein paar im s9y Kontext unsinnige Plugins und Knöpfe entfernt.
  2. Das Zentrieren der Artikel konnte ich auch entfernen. Es hing damit zusammen, dass die CSS Datei von Serendipity als Default mitgeladen wurde. Dies ermöglichte, direkt im Editor CSS Klassen einzelnen Elementen zuzuweisen. Das halte ich aber für falsch, denn in der CSS Datei sind vor allem (eigentlich nur?) Formatierungen enthalten, die mit einem Artikel überhaupt nichts zu tun haben. Jetzt habe ich diesen Verweis heraus genommen und nun werden die Artikel im Editor wieder richtig dargestellt. Man könnte später im Template Pfad nach einer tinymce.css suchen, die man -wenn gefunden- anstatt dessen einbinden könnte. So hätte man die CSS Einträge klar getrennt.
  3. Vorher hat das TinyMCE Plugin alle vorhandenen Plugins und Knöpfe immer geladen. Nun habe ich weitere Optionen in die Plugin Konfiguration eingebaut, über die man alle Plugins und Knöpfe definieren kann. Als Default sind diese Konfigurationen nun mit den Werten belegt, die vorher hard codiert waren. Hierbei habe ich gleich die Knöpfe ein wenig umgruppiert, so dass sie sinnvoll nebeneinander erscheinen. Dopplungen von manchen Knöpfen, die vorher hard codiert waren, habe ich auch entfernt. Für mich konnte ich mit der neuen Konfigurationsmöglichkeit nun die Buttons auf 2 Zeilen sinnvoll beschränken.

Was bleibt: Immer noch ist das Laden nicht wirklich schnell. Auch das Schreiben ist von heftigem Lag begleitet. Immer mal wieder scheint der Editor minimale Pause einzulegen, als ob ein OnTime Trigger eingebaut wäre, der irgendetwas kontrolliert. Das nervt ein wenig, aber man kann damit leben. Die Bildergalerie habe ich noch nicht eingebunden, das sollte aber auch noch möglich sein. Sobald ich mit meinen Änderungen am Plugin zufrieden bin, werde ich die neue Version wie üblich releasen.

Nachtrag 2: WOW! Was ist das denn?! TinyMCE ist unter IE7 im Prinzip SOFORT da und es ist kein Lag zu spüren! Das ist ja merkwürdig. Auf der TinyMCE Webseite wird ausdrücklich erwähnt, dass er auch zu FF kompatibel ist. Offenbar nur in Funktion und nicht in Performance.. Wer seine Seite also mit dem IE editiert, für den ist TinyMCE so nun also eine echte Alternative. Da ich auch vorher schon mit HTML Area meine Artikel mit dem IE schreiben musste, bleibt TinyMCE nun erst einmal bei mir drin. Eigentlich schade, ich hatte gehofft, den IE mit TinyMCE wieder loswerden zu können.. Grummel.. :-/

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Comments

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Robert Lender

Robert Lender on :

Danke für deine Bemühungen. Meiner einer fährt ja Firefox unter MacOS. Da befürchte ich selbige Performanceeinbussen. Aber es käme auf einen Versuch an.

Grischa

Grischa on :

Das bleibt dann allerdings wirklich zu befürchten. Ich werde wohl noch mal schauen, ob ich irgendetwas dazu finde, wie/ob man TinyMCE für Firefox noch ein wenig optimieren kann. Denn ich habe immer noch die Hoffnung, endlich wieder den IE los zu werden.. Aber jetzt muss ich erst einmal weg. Schönen Tag noch!

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