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CommentSpice: Salz für den Kommentarbereich

Klar, man betreibt als "Longtail Blogger" sein Blog erst einmal für sich selbst, weil man z.B. Spaß am Schreiben hat oder (wie ich hier meist) Gelerntes verfestigen will, indem man es aufschreibt. Aber natürlich schielt man auch auf Seitenaufrufe und freut sich über möglichst rege Beteiligung der Besucher an den Themen. Wäre das nicht so, würde man Tagebuch schreiben. ;-)

Interessante Kommentare sind wie das Salz in der Suppe für ein Blog, sowohl für den Artikel Verfasser wie auch für Besucher. Kommentare sind neuer "kostenloser" Inhalt, heben die (gefühlte) Relevanz und beleben das Blog erheblich.

Wenn das so ist, liegt der Gedanke nahe, potentielle Kommentatoren zu motivieren. Oft bewirkt bereits der erste Kommentar, dass weitere Besucher in die Diskussion einsteigen. Viele beenden deshalb jeden Artikel mit Sätzen wie "Was denkt ihr dazu?". Man kann Kommentatoren aber auch für "ihren Einsatz" belohnen, genau dafür bastele ich nebenbei an einem neuen S9y Plugin: Comment Spice.

Den Kommentarbereich "würzen"

Die Idee ist, die Kommentare mit zusätzlichen Informationen anzureichern, die einen Schreiber motivieren und den Leser interessieren. Als Leser lernt man den Kommentator besser kennen, wenn die Informationen gut gewählt sind. Aber vor allem als Kommentator hat man etwas davon: Es gibt viele, die u.a. auch deshalb gerne kommentieren, um den Link auf ihr Blog über die Eingabe der "Homepage" etwas zu verteilen. Diesen Anreiz kann man erweitern:

  • Eingabe des Twitter Namens: Gibt der Kommentator diesen ein, so wird seine Twitter Timeline mit seinem Kommentar verlinkt. Das bringt ihm potentiell neue Follower und der Leser kann sich ein Bild darüber machen, was der Autor des Kommentars in 140 Zeichen verfasst.
  • Bewerben letzter Artikel: Dies ist eine Erweiterung zu der Homepage Eingabe. Ist hier etwas eingegeben, dann sucht CommentSpice die letzten Artikel heraus, die es auf der Homepage findet. Wurden welche gefunden, so werden sie beim Kommentieren zur Auswahl angeboten. Der gespeicherte Kommentar wird dann mit der Information angereichert, worüber der Kommentator zum Zeitpunkt des Kommentierens geschrieben hat. Das ist wieder gut für beide: Der Leser kann den Schreiber besser einordnen, der Schreiber kann etwas Extrawerbung hinterlassen, die noch mehr animiert, mal einen Kommentar zu hinterlassen.

Beides gibt es bereits bei den Nachbarn im WordPress Lager, aber diese Informationen können noch erweitert werden. In meinem Blog kann man mit beidem jetzt experimentell herum spielen.

Die Risiken

Damit hat Matthias natürlich vollkommen recht, denn nicht nur Blogbetreiber sind daran interessiert, ihre Links zu verteilen. Kommentar Spam wird genau mit diesem Ziel erzeugt. Gestattet man also seinen Kommentatoren, weitere Metainformationen mit dem Kommentar zu speichern, so lockt man definitiv die Kommentar Spammer an.

Hier benötigt es zum einen ein gutes AntiSpam Plugin, zum anderen muss man sicher stellen, dass als "beworbener Artikel" nicht beliebige URLs eingegeben werden können, sondern nur Artikel, die wirklich auf der angegebenen Homepage hinterlegt sind. Eine "schlechte" Homepage kann das AntiSpam Plugin dann abfangen, um letzteres kümmert sich CommentSpice, indem es Manipulationen beim Kommentarspeichern durch Tricks verhindert. Es wird zu beobachten sein, ob Spammer dann den Aufwand betreiben, auf ihrer Homepage diese Informationen zu hinterlegen.

Weiterhin besteht aber die Gefahr, dass Werbetreibende Kommentare manuell ohne sinnvollen Inhalt hinterlassen. Diese Gefahr bestand allerdings vorher bereits genauso und man wird sehen, ob sie sich dadurch verstärkt, dass man Blogbetreibern einige "motivierende Spielzeuge" beim Kommentieren an die Hand gibt.

Nebenbei: SpamBots sehen die Auswahl "Artikel bewerben" normaler Weise gar nicht erst bzw. sie können sie nicht mit sinnvollen Inhalten füllen.

Ausblick

Derzeit ist CommentSpice nur eine experimentelle Spielwiese für mich Gerade die Artikel Bewerbung muss noch mit einigen Restriktionen belegt werden. So könnte man diese nur Kommentatoren anbieten, die z.B. bisher mindestens 3 Kommentare im Blog hinterlassen haben, und so "Premium Kommentatoren" belohnen. Man könnte auch "Ranks" für Vielkommentatoren hinterlegen, wie man das aus Foren kennt, das fördert den Highscore Spieltrieb. :-D

Ich muss mal überlegen, was noch als Erweiterung des Kommentarbereichs Spaß (nicht unbedingt immer Sinn) machen würde. Input ist hier natürlich z.B. im Kommentarbereich dieses Artikels ;-) herzlich willkommen.

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Kommentare

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Grischa

Grischa Auf Twitter lesen: am :

Und so kann ein Kommentar derzeit aussehen. Ich habe in der Homepage Eingabe meine Blog URL eingetragen und während ich den Kommentar schreibe, ploppt unterhalb der Twitter Eingabe die Auswahlbox mit meinen letzten Artikeln auf. Ich mache hier testweise mal eine "selbst reflektierende Artikel Bewerbung" ;-)

Optik ist übrigens noch gar nicht groß angepasst. Matthias fragte gleich, ob das smartifziert ist. Ist es noch nicht, wird es aber sein.

Auch fehlt noch eine Einstellung, ob man beworbene Artikel per NoFollow ausgibt, oder sogar ein DoFollow erlaubt. NoFollow macht den Link für manuellen Kommentar Spam uninteressant, DoFollow ist eine weitere "Belohnung" für Kommentatoren.

Na dann viel Spaß beim ausprobieren! :-)

Grischa schrieb auch: CommentSpice: Salz für den Kommentarbereich

Grischa

Grischa Auf Twitter lesen: am :

.. und wie man sieht, habe ich inzwischen auch das Twitter FollowMe Widget für Kommentare eingebunden.

Natürlich ist das wie alles hier optional, denn bei sehr vielen Kommentaren kann das schon das Rendering der Kommentar Liste verlangsamen. Die Widgets werden allerdings erst zuletzt nachgeladen, somit fällt das beim Lesen nicht so auf.

Grischa schrieb auch: Projekt: Serendipity mobil benutzen - Nachschlag

narrenfrei

narrenfrei am :

Jetzt fehlt halt noch die Angabe-Möglichkeit für Facebook, foursquare, flickr, google+, xing, ...

*ggg*

Grischa

Grischa am :

Ähm.. Ja.. Das war jetzt vermutlich nicht ernst gemeint, oder? ;-)

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