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BloGTK: Offline Blog Editor für Ubuntu

Vor ziemlich genau 4 Jahren schrieb ich bereits darüber, wie man seine Serendipity Blog Artikel offline verwalten kann. Damals lief mein System noch auf Windows und ich benutzte den Windows Life Writer, der damals kostenlos zur Verfügung stand und ziemlich mächtig war.

Inzwischen bin ich schon lange auf Ubuntu, und da ich für die neue XML-RPC Schnittstelle sowieso weitere Testfälle benötigte, schaute ich mal nach einem Offline Editor für Ubuntu. Der einzig brauchbare scheint BloGTK zu sein. Leider wird dieser offenbar nur ziemlich schlecht gewartet (oder ist ziemlich schlecht in Ubuntu eingebunden), so dass man hier ein wenig Hand anlegen muss, um ihn zu installieren. In meinem Ubuntu Software Center ist er zu finden (in einer Version 1.x) und kann von dort auch installiert werden, wenn ich ihn jedoch aufrufe, so bekomme ich folgende Meldung:

$ blogtk
Traceback (most recent call last):
  File "/usr/bin/blogtk", line 14, in <module>
    import gtkhtml2
ImportError: No module named gtkhtml2

gtkhtml2 wird von Ubuntu nicht mehr unterstützt, ein Blick in Synapsis zeigt nur V3 Pakete. Den entscheidenden Hinweis fand ich bei Balau. Es gibt ein PPA Repository, in der eine Version 2.x von BloGTK verwaltet wird. Er beschreibt auch, wie man dieses Repository einbindet und BloGTK dann installiert.

Leider ist auch diese Anleitung veraltet, denn dieses Repository ist maximal für Lucid vorhanden, also muss man hier einen Zwischenschritt ausführen.

Installation von BloGTK

Zuerst wird eine vorherige BloGTK Installation entfernt, dann wird das Repository bekannt gegeben

$ sudo apt-get remove blogtk
$ sudo apt-add-repository ppa:jayreding/ppa

An dieser Stelle wurde allerdings (in meinem Fall) die maverick Version eingetragen, die das Repository aber nicht liefert. Man startet nun Synaptic, und öffnet im Menü "Einstellungen" die Paketquellen. Ihr findet dann eine Liste ähnlich dieser hier:

 

Die beiden markierten Zeilen werden hintereinander bearbeitet und dort wird die Distribution "maverick" auf "lucid" gestellt. Nachdem alles gespeichert wurde, könnt ihr im Hauptbildschirm von Synaptic "Neu laden", danach sucht ihr nach "blogtk". Das Suchergebnis listet nun eine Version 2.x. Wenn ihr diese zum installieren vormerkt, dann möchte Synaptic auch gleich ein paar weitere Pakete laden, hauptsächlich Python Erweiterungen. Habt ihr das erledigt, könnt ihr eure "Vormerkungen" anwenden.

Danach findet ihr BloGTK 2.0 in dem Menü Internet unter Anwendungen. Dieser startet nun problemlos und kann konfiguriert werden. In dem ersten Dialog gebt ihr eure Blog URL ein, lasst BoGTK automatisch erkennen, welcher Zugriff genommen werden soll, dann tragt ihr unten euren Account ein, mit dem ihr schreiben wollt, und es kann los gehen.

Erster Eindruck

Ein erster Überblick über die Software ist allerdings ein wenig ernüchternd. Hat man einen Ersatz für WfW erwartet, wird man schwer enttäuscht sein. Man kann zwar problemlos Artikel anlegen und ändern, es werden Kategorien und Tags korrekt unterstützt, aber die ganze Oberfläche wirkt recht "rudimentär". Es wird einem in der Artikel Liste z.B. nicht einmal angezeigt, welcher Artikel ein Draft ist und welcher bereits veröffentlicht wurde. In der Darstellung der Artikel im unteren Bereich werden Bilder mit relativen Pfadangaben nicht aufgelöst, so dass unschöne Platzhalter entstehen.

 

Vor allem der Artikel Editor ist auch eher etwas für Techies. WYSIWYG sucht man hier vergebens, man editiert direkt im HTML Code des Artikels, wobei einem allerdings einige Hilfsmittel an die Hand gegeben werden. Das scheint leider immer noch  ein Unix Problem zu sein: Wenn man nach HTML Editoren sucht, die auch von Laien einigermaßen zu bedienen sind, so findet man das selbe vor: Relativ mächtige Editoren, aber WYSIWYG ist denen unbekannt.

 

Kennt einer bessere Alternativen? Braucht man so was inzwischen überhaupt noch in Zeiten, wo ein schneller Internetanschluß kaum noch etwas kostet?

 

Trackbacks

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Kommentare

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Matthias Gutjahr

Matthias Gutjahr am :

Kennt einer bessere Alternativen? - Nein, ich nicht.

Braucht man so was inzwischen überhaupt noch in Zeiten, wo ein schneller Internetanschluß kaum noch etwas kostet? - Nein, ich nicht.

;P

Grischa

Grischa am :

Ich brauch so was wohl auch nicht (mehr). Nur einen mobilen Editor, aber das wird ja demnächst.. ;-)

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